8 Wochen Rückgaberecht
Bis zu 12 Jahre Garantie
Kostenloser Rückversand
Direkt vom Hersteller

Dipol-Effektlautsprecher

Die Effektlautsprecher

Diffuse Schallverteilung durch die Effektlautsprecher
Bei der Abmischung von Film-Soundtracks geht der Toningenieur davon aus, dass der rückwärtige Kinoraum von einer Vielzahl, rundum an den Wänden befestigter Dipol Lautsprecher beschallt wird. Durch diese Anordnung ist gewährleistet, dass der Schall die Zuhörer auf den unterschiedlichsten Wegen erreicht und daher nicht zu orten ist. Es entsteht ein diffuses Schallfeld, das bei der Tonproduktion bewusst abgemischt wird. Ein diffuses Schallfeld deswegen, weil versucht wird, den Zuschauer nicht dazu zu bewegen seinen Kopf nach hinten zu drehen.

kino2Jedes moderne Kino verfügt an den Seiten- und Rückwänden über etliche Lautsprecher, die für die Wiedergabe der Surround-Effekte zuständig sind. Damit sich die Effekte nicht orten lassen, sondern scheinbar aus dem Raum kommen, mischen die Toningenieure die Soundtracks so ab, dass im Kinosaal durch möglichst viele Reflexionen eine eindrucksvolle Surround-Atmosphäre entsteht.

Im Heimkino ist diese aufwendige Lautsprecher-Anordnung selbstverständlich undenkbar! Die Lösung bringen "Vollbereichsdipole" - spezielle Lautsprecher, die den Schall nach vorn und hinten abgeben und sich deshalb bei richtiger Aufstellung kaum orten lassen! Der Zuschauer nimmt die Surround-Effekte dann auch im Heimkino weitgehend als Reflexionen aus dem Raum wahr, wodurch sich der Surroundsound aus dem Kino nahezu perfekt ins Wohnzimmer übertragen lässt.

Gerichtet abgestrahlte Effekte bieten nicht den diffusen Charakter und damit die räumliche Assoziation, die der Tonregisseur für die jeweilige Filmszene herstellen wollte. Nur mit diffus wiedergegebenen Effektkanälen lässt sich eine Raumatmosphäre schaffen - ganz gleich, ob für eine weite, unendliche Prärie oder einen engen Jazzeller.

Anders sieht es bei Gaming-Soundtracks aus. Hier will man eine gerichtete Abstrahlung, um zum Beispiel den Gegner zu orten. Viele Dipol-Lautsprecher von Teufel lassen sich deswegen per Kippschalter zu einem Direktstrahler umschalten. Bei Musik in Surround gibt es unterschiedliche Ansätze. Je nach Genre sind Direktstrahler (Jazz, Rock, Pop) oder Dipol-Lautsprecher (Klassik) besser geeignet.

So richten Sie Ihre Dipol Boxen perfekt aus

dipol1 Zu Hause können diesen Effekt nur zwei Rücklautsprecher nachahmen. Besonders überzeugend gelingt das den sogenannten Dipolboxen. Sie strahlen den Schall nach vorn und hinten in den Raum und bauen damit großzügige Effektkulissen auf. Voraussetzung: Platz für solche Lautsprecher im Wohnzimmer. Dipolboxen sollen parallel zur Hörcouch, besser aber einen Meter dahinter und einen halben bis einen Meter über Ohrhöhe postiert werden. Idealerweise sollten wenigstens 50 Zentimeter Abstand nach hinten bis zur Rückwand bleiben, damit der Schall ungehindert rückstrahlen kann. Sitzen Sie mit dem Rücken kurz vor der Wand, empfiehlt sich eine Montage der Dipolboxen auf einem Winkel. Auch wenn dann nur ein Wandabstand von einigen Zentimetern erreicht wird, ist der Betrieb von derart montierten Dipol Lautsprechern meist effektvoller als der Einsatz konventioneller Direktstrahler.

Natürlich lassen sich auch herkömmliche, direktstrahlende Boxen verwenden. Denn mit einem kleinen Trick lassen auch sie sich zu diffusen und damit weiträumigeren Klängen animieren, wenn die Boxen gegen seitliche Wände oder die Zimmerdecke spielen - etwa von einem Regal aus. Diese Umlenkung sorgt für eindrucksvolleren Rundumklang - preiswert, aber durchaus effektvoll.

Unabhängig davon, ob Sie Dipol- oder Direktstrahler einsetzen, gilt folgendes: Surroundboxen sollten nie direkt auf die Ohren des Auditoriums gerichtet sein. In dieser Position lässt sich der Schall präzise orten, der Eindruck von lichter Weite schrumpft merklich zusammen. Und: Lassen Sie die Effektkünstler nicht zu laut spielen. Übertriebene Äußerungen der Rückboxen nerven nicht nur, sie nehmen dem Kinospaß auch viel von seiner Authentizität.